''Tschüss Corona'' - ''Hallo Wald''!

Tipps zur psychischen Gesundheit in Corona Zeiten. Manchmal liegt das Gute so nahe - in unseren Wäldern beispielsweise, denn der Wald kennt kein Corona.

Wäre es nicht schön, für einige Zeit Corona hinter sich lassen zu können - mal wieder durchatmen, nicht nachdenken und Ballast abwerfen?
Manchmal liegt das Gute so nahe – in unseren Wäldern beispielsweise, denn der Wald kennt kein Corona.

Viele Familien haben in Zeiten der Pandemie die Natur wiederentdeckt: als Raum der Entfaltung, Ruhe und Kraft. Oft blieb und bleibt nur der Ausflug in die Natur, Richtung Wald, um den Kindern und sich selbst ein wenig Bewegung und Abwechslung in dem sonst sehr eingeschränkten Lebensraum zu ermöglichen. Das, was wir im Naturraum Wald erleben und an wohltuenden Effekten wahrnehmen, wurde bereits durch erste Studien belegt und findet seine therapeutische Anwendung im sogenannten „Waldbaden“ (japanisch Shinrin Yoku).

Waldbaden ist ein Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes. Es schult unsere Sinne: Die Wahrnehmung der Umwelt und des eigenen Befindens treten in den Vordergrund, der Verstand und das Denken treten zurück. Waldbaden wirkt stressreduzierend und ausgleichend.      Kleine „Waldbäder“ haben oft eine große Wirkung. Hier bei uns, in der Kurklinik Sellin, soll das Waldbaden neue Wege aufzeigen und Impulse setzen, um eine innere Balance und eine nachhaltige gesundheitliche Stabilität (wieder) zu erreichen.

Im Therapeuten-Team haben wir ein paar Ideen zusammengetragen, die das Erlebnis im Wald für Sie und Ihr Kind, Ihre Kinder noch interessanter machen können – und Sie das Waldbaden "mit nachhause nehmen können":

 

Waldfunde
Blätter, Steine, Stöckchen, Moos mit verbundenen Augen tasten, fühlen, riechen und erkennen.

 

Insel der Ruhe
sitzend oder stehend an einen Baum gelehnt für eine Zeit in die Stille des Waldes lauschen.

 

360° Übung für die Sinne

1. Durchgang – Finden Sie einen festen Stand und vollziehen Sie mit geöffneten Augen nach je etwa 30 Sekunden eine Vierteldrehung nach rechts, bis die Ausgangsposition wieder eingenommen ist. Was sehe, rieche, höre, schmecke und fühle ich in den unterschiedlichen Positionen?

2. Durchgang – Fühlen Sie dasselbe mit geschlossenen Augen nach: „Was hat sich verändert?“

 

Lücken entdecken

Sehen Sie sich um:Wo sind überall Lücken zu entdecken?“ Zwischen den Bäumen, den Blättern, den Zweigen, den Wolken …                                                                                     

Spielen Sie ganz bewusst mit dem Fokus der Augen, nehmen Sie Begrenzung und Weite bewusst wahr.

 

Der Wald tut einfach gut! Frei nach: „Ein Baum ist ein Wunder – der Wald bewirkt Wunder“, Klaus Ender.

Wir haben festgestellt: Der Wald bringt uns positive Erfahrungen und überraschende Erkenntnisse – die wir auch Ihnen wünschen:

Ihr Team der psychosozialen Abteilung